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+ August 2017 +

Startschuss e-Rad Bahn

Gruppenfoto Spatenstich e-Rad BahnStartschuss zum Bau der grenzüberschreitenden e-Rad Bahn Kleve (D)-Nijmegen (NL) - Teilabschnitt Kleve-Kranenburg

Am 26.08.17 ist in Kleve am Parkplatz Spoykanal/Kirmesplatz (Nähe Draisinenbahnhof) der Startschuss zum Bau der grenzüberschreitenden e-Rad Bahn Kleve (D)-Nijmegen (NL) - Teilabschnitt Kleve-Kranenburg im Rahmen eines kommunalen Zusammenschlusses der Stadt Kleve und der Gemeinde Kranenburg gefallen.

„Mit der e-Rad Bahn leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, zur Radverkehrsförderung sowie zur nachhaltigen und grenzüberschreitenden Erschließung der Region: Schnell, sicher und umweltfreundlich verbindet sie Menschen über die Grenze hinweg “, erklärt  Bürgermeisterin Sonja Northing. Auch Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks und der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Kranenburg Hans-Ulrich Heiden freuen sich gemeinsam mit den Kooperationspartnern und Unterstützern über die Realisierung der mit Bundes- und Landesmitteln geförderten Maßnahme.

Inhalt der Baumaßnahme

Entlang der stillgelegten Bahntrasse zwischen Kleve und Kranenburg, die zurzeit im Draisinenverkehr touristisch genutzt wird, entsteht auf einer Länge von ca. 11,12 km (ca. 4,67 km Klever Stadtgebiet, ca. 6,45 km Kranenburger Gemeindegebiet) eine durchgängige und direkt geführte e-Rad Bahn unter Berücksichtigung aller klimaschutz- und radverkehrsrevelanter Aspekte. Die e-Rad Bahn eignet sich zur überregionalen grenzüberschreitenden Verbindung der Städte Nijmegen und Kleve. Die direkt geführte asphaltierte e-Rad Bahn ist als selbständig geführter Zweirichtungsradweg in einer Breite von mind. 3 m geplant.Im Verlauf der Strecke werden sich beispielsweise Rastplätze mit Abstellanlagen, E-Bike Ladestationen und Fahrradverleih befinden.

Ablauf der Baumaßnahme – Realisierungsschritte

Der Realisierungshorizont der e-Rad Bahn liegt im Zuwendungszeitraum der Fördergeber (Bund/Land). Ziel ist es, dass die e-Rad Bahn Ende 2018 durchgängig befahrbar ist. Im Rahmen der Projektumsetzung wurde zunächst eine zeitnahe Realisierung für den ca. 0,97 km langen Abschnitt zwischen Wiesenstraße und Flutstraße vorgesehen, für den über einen Bebauungsplan Planungsrecht vorliegt. In zeitlicher Hinsicht wird die bauliche Umsetzung des 1. Realisierungsabschnitts vom August 2017 bis Mitte November 2017 erfolgen.

Zur Plangenehmigung der Maßnahme wurden die Betroffenen im Bereich des Ausbaubereichs sowie die Träger öffentlicher Belange beteiligt. Im Rahmen dieses Verfahrens wurden die umweltrelevanten Aspekte und der Eingriff in Natur und Landschaft auf der Grundlage des Bundesnaturschutzgesetzes mittels landschaftspflegerischen Fachbeitrag ermittelt. Darüber hinaus wurde auch eine Artenschutzprüfung für den Bereich der Radwegetrasse beauftragt.

Weitere Informationen

Das Gesamtprojekt mit einer Investitionssumme von 6,52 Mio Euro wird im Rahmen des Bundeswettbewerbs Klimaschutz im Radverkehr durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit unterstützt. Für die Strecke entlang der Bahntrasse hat der Bund seine finanzielle Unterstützung in Höhe von rund 4,3 Mio Euro (70 % Förderquote) zugesichert. Darüber hinaus fördert das Land Nordrhein-Westfalen mittels einer erstmalig in Nordrhein-Westfalen beispielhaft umgesetzten Co-Finanzierung mit rund 921.000 Euro den Ausbau der grenzüberschreitenden Radwegverbindung. Für die Kommunen verbleibt ein Eigenanteil von rund 1,3 Mio Euro.

Die Verlagerung vom motorisierten Individualverkehr (MIV) im Pendler- und touristischen Verkehr zugunsten des Radverkehrs bzw. intermodalen Verkehrs sind wesentliche Zielsetzungen der Stadt Kleve und der Gemeinde Kranenburg. Durch das Kooperationsprojekt "Bau einer grenzüberschreitenden e-Rad Bahn (D) – Nijmegen (NL); Teilabschnitt Kleve – Kranenburg" wird ein wesentlicher Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung dieser Ziele geleistet. Zudem wird die Region nachhaltig erschlossen und die multimodale Mobilität in der ländlichen Region langfristig verbessert.

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Hintergrundinformationen

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative fördert das Bundesumweltministerium zahlreiche Projekte, die den Klimaschutz in Deutschland voranbringen. Mit dem Bundeswettbewerb Klimaschutz im Radverkehr werden die bestehenden Fördermöglichkeiten im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative ergänzt. Im Rahmen des Bundeswettbewerbs Klimaschutz im Radverkehr soll die Umsetzung von umfassenden, modellhaften Projekten zur Verbesserung der Radverkehrssituation in gefördert werden. Ziel ist es, neben der Einsparung von Treibhausgasemissionen auch einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität vor Ort zu leisten sowie durch Vorbildcharakter bundesweit zur Nachahmung anzuregen.

Weiterführende Information unter:
www.klimaschutz.de/de/programm/bundeswettbewerb-klimaschutz-im-radverkehr

+ November 2017 +

Fertigstellung Eisenbahnbrücke im Zuge des 1. Bauabschnitts E-Radbahn

Querschnittserweiterung für RadverkehrEin Teilstück des Gesamtprojektes E-Radbahn, der Abschnitt zwischen Wiesenstraße und Flutstraße, wird pünktlich abgeschlossen.

Aufgrund der erforderlichen Breite des Radweges musste im Zuge der Realisierung auch der Querschnitt der denkmalgeschützten Eisenbahnbrücke über den Spoykanal verbreitert werden.

Die Arbeiten wurden im Vorfeld mit der oberen Denkmalbehörde abgestimmt.

Zur Verbreiterung des Querschnitts werden neue Träger eingebaut. Die vorbereitenden Arbeiten zum Korrosionsschutz sind bereits abgeschlossen.

In der 48. Kalenderwoche werden der Ponton im Spoykanal demontiert und die Brückensegmente montiert. Im Anschluss an diese Arbeiten werden der neue Bohlenbelag und die Geländer eingebaut. Die Arbeiten sind voraussichtlich in der 49. Kalenderwoche abgeschlossen.

+ Januar 2018 +

Naturschutzbeirat des Kreises gibt grünes Licht:
Rodungsarbeiten an der Europa-RadBahn-Trasse noch im Februar

Der Naturschutzbeirat des Kreises Kleve hat die erforderlichen Eingriffe an der geplanten Trassenführung der neuen Europa-RadBahn auf der alten Bahnlinie Kleve – Nijmwegen genehmigt. Damit können nach der Beauftragung entsprechender Fachunternehmen bereits im Februar die Rodungsarbeiten auf der Trasse durchgeführt werden, um die im Sommer beginnenden Bauarbeiten vorzubereiten.

Der Naturschutzbeirat des Kreises schloss sich mit seiner Entscheidung der Argumentation der beteiligten Stadt Kleve und der Gemeinde Kranenburg an. Beide Kommunen wollen mit der geplanten Trassenführung vor allem erneuten Flächenverbrauch für eine alternative Routenführung vermeiden. Auch eine Nutzung des existierenden Radweges entlang der B9 ist für das Projekt nicht praktikabel: Konflikte mit Fußgängern und motorisiertem Zweiradverkehr sind hier vorprogrammiert. Dazu kommt, dass zu viele Querungen zu Nebenstraßen und Einfahrten den Verkehrsfluss des Radweges hemmen.

„Bei der Europa-RadBahn geht es aber genau darum, wir wollen den Bürgerinnen und Bürgern eine sichere, schnelle und komfortable Strecke bieten, um sie zum Umstieg auf den Sattel zu bewegen“, betont der Technische Beigeordnete der Stadt Kleve Jürgen Rauer. Das sei, so Jürgen Rauer weiter, die umwelt- und klimatechnische Gleichung, auf der die Planungen insgesamt beruhen.

Diese Bilanz rechtfertigt unterm Strich auch die nun anstehenden Fällungen von bis zu 1.550 Gehölzen entlang der insgesamt über elf Kilometer langen Strecke. Seit Stilllegung der Bahnstrecke in den 1960er-Jahren hatte sich auf dem alten Gleiskörper neben der heutigen Draisinenstrecke sogenannte „Natur auf Zeit“ eingestellt, wilder und unkontrollierter Bewuchs, der nun in großen Teilen wieder weichen muss.

„Betroffen sind davon auch um die 60 Bäume, die mit einem Stammdurchmesser von über 70 Zentimeter mittlerweile zu stattlichen Exemplaren herangewachsen sind. 135 Bäume haben immerhin einen von 50 bis 70 Zentimetern“, präzisiert der Leiter des Fachbereichs Tiefbau Bernhard Klockhaus die Zahlen. Er ist bei der Stadt Kleve für das Projekt zuständig. „So bedauerlich diese Eingriffe sind, in der Summe bleibt eine positive Ökobilanz, weil am Ende umweltschädlicher Autoverkehr vermieden wird“, betont der Technische Beigeordnete Jürgen Rauer und ergänzt: „Zudem werden noch entsprechende Ausgleichsmaßnahmen durch Ersatzpflanzungen vorgenommen.“

Die Rodungsarbeiten werden nun zügig in Angriff genommen, denn aus Artenschutzgründen müssen sie bis Ende Februar abgeschlossen sein. „Das ist ambitioniert, war aber von vornherein so geplant. Letztendlich ist dieser Zeitplan auch Bestandteil eines zehn Punkte umfassenden Auflagen-Katalogs des Naturschutzbeirates, den wir Punkt für Punkt in der Umsetzung berücksichtigen werden“, sagt Bernhard Klockhaus.

So werden unter anderem 3.000 Quadratmeter Ausgleichsflächen für die Nachtigall auf direkt angrenzenden Ackerflächen geschaffen und auf eine durchgehende Beleuchtung der Strecke zugunsten des Landschaftsbildes und des Fledermausschutzes verzichtet. Die Beleuchtung an Knotenpunkten und innerorts erfolgt ohne Streulicht und mit fledermausfreundlichen Leuchtmitteln.

Die Anwohner wurden bereits im Vorfeld über die anstehenden Arbeiten informiert.

+ Februar 2018 +

Vorbereitungen für den zweiten Bauabschnitt laufen an:
Räumung der Europa-RadBahn-Trasse startet am 13.Februar

Die notwendigen Räumungs- und Fällarbeiten entlang der alten Bahntrasse Kleve –Nijmegen werden am 13. Februar beginnen. Das teilt der zuständige Leiter des Fachbereichs Tiefbau in Kleve Bernhard Klockhaus mit.

Entlang der Strecke seien die Anwohner bereits Anfang des Jahres über die bevorstehende Räumung informiert worden. Nachdem die Untere Naturschutzbehörde die Befreiung für die Maßnahme erteilt hat, konnte ein Fachunternehmen beauftragt werden. Innerhalb von zwei Wochen, bis Ende des Monats, werden die Fällungen abgeschlossen. „Danach wird es noch einmal rund zwei Wochen in Anspruch nehmen die Gehölze abzutransportieren und die Trasse frei zu machen“, erläutert Bernhard Klockhaus den Zeitplan.

Im Zuge der Arbeiten wird es an verschiedenen Straßenquerungen zu kurzzeitigen Sperrungen kommen. Das betrifft auch Radfahrer und Fußgänger, die den Radweg zwischen Flutstraße und Spyckstraße nutzen.

Seit Stilllegung der Bahnstrecke in den 1960er-Jahren, auf der nun die neue Europa-RadBahn entstehen wird, hatte sich auf dem alten Gleiskörper wilder und unkontrollierter Bewuchs, sogenannte „Natur auf Zeit“ eingestellt, der nun in großen Teilen wieder weichen muss.

+ Mai 2018 +

Nationale Klimaschutz Initiative - Veranstaltung  „Klimaschutz durch Radverkehr“ in Berlin

Die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter würdigte ausgewählte Kommunen und Projektträger für ihre beispielgebenden Projekte klimafreundlicher Fahrradmobilität.

Im Rahmen der Veranstaltung in Berlin wurden Zertifikate an geförderte Projekte aus dem Bundeswettbewerb "Klimaschutz durch Radverkehr" übergeben. Das Projekt e-Rad Bahn Kleve-Nijmegen - hier der Teilabschnitt Kleve – Kranenburg - hat ebenfalls eine Auszeichnung dafür erhalten, da es einen großen Beitrag zu Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung leistet. Das Projekt wird gefördert durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.  Für die Stadt Kleve nahm Bernhard Klockhaus, Leiter des Fachbereichs Tiefbau, die Urkunde entgegen.

Die Projekte des Bundeswettbewerbs „Klimaschutz durch Radverkehr“ zeigen innovative Lösungen für eine nachhaltige und klimafreundliche Mobilität. Die Investitionszuschüsse sollen helfen, die Fahrradmobilität attraktiver und sicherer zu machen. Ziel ist es, den Radverkehrsanteil zu steigern und so das Klima zu schonen. Dafür sind insbesondere eine attraktive Infrastruktur im Stadt-Umland-Bereich und eine bessere Verknüpfung zum öffentlichen Personennahverkehr nötig.

Für die seit Ende 2016 bewilligten 38 Projekte stehen insgesamt 47 Millionen Euro zur Verfügung.

Ansprechpartner

Name Kontakt
van Koeverden, Pascale
Minoritenplatz 1
47533 Kleve
Tel.:0 28 21 / 84 - 322
E-Mail: Pascale.van.Koeverden@Kleve.de

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