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Kleine Nische, große Bedeutung

Datum der Meldung: 29.04.2021

 „Eine insektenfreundliche und klimawandelresistente Stadt ist mir sehr wichtig. Im Rahmen der Umsetzung des Klimaschutzfahrplans der Stadt Kleve prüfen wir deshalb bei jeder Fläche, wie wir sie noch nachhaltiger gestalten können", erklärt Bürgermeister Wolfgang Gebing bei der Bepflanzung und Übergabe einer hitzeresistenten und insektenfreundlichen Gartenfläche in nächster Nähe zum Rathaus. Bienen, Hummeln, Wespen und viele andere Insekten sind Teil des ökologischen Gleichgewichts. Ihre Lebensräume werden jedoch durch Versiegelung von Flächen und den Klimawandel immer mehr eingeschränkt. In der Folge werden Wild- und Kulturpflanzen weniger bestäubt, Erträge sinken, und das gegenseitige Regulieren der Arten wird zunehmend geschwächt.

BM Gebing Klimaresistente Bepflanzung„Die Umweltbetriebe der Stadt Kleve AöR haben schon 2019 damit begonnen, dem Rückgang der Insekten im Stadtgebiet entgegen zu wirken“, führte Karsten Koppetsch -Vorstand der USK- aus. „In den letzten Jahren wurden annähernd 26 000 m2 Wildblumenwiesen angelegt, Nisthilfen für Insekten installiert und Grünflächen vermehrt extensiv gepflegt“, so Koppetsch.

Im Klimaschutzfahrplan der Stadt Kleve liest man dazu: „Um die Insektenvielfalt und -menge zu erhalten und zu erweitern, sollte die Stadt Kleve neben eigenen Maßnahmen zur Umsetzung einer insektenfreundlichen Stadt die Bürger und Bürgerinnen sensibilisieren und informieren … Dazu zählen Maßnahmen im öffentlichen Raum mit entsprechender Vorbildwirkung …“.

Es bedarf also nicht nur der Information über die Vorteile von Naturgärten, z. B. durch die Broschüre „Grün statt Grau“, sondern auch Demonstrationsflächen, an denen die Bürgerinnen und Bürger sehen können, wie eine insektenfreundliche und hitzeresistente Bepflanzung aussehen kann. Dies ist wichtig, auch um die in Mode gekommenen Kiesgärten neu anzulegen und Gärten wieder nachhaltiger zu gestalten. Bei Kiesgärten ist der Pflegeaufwand zwar vorrübergehend etwas geringer, aber das Regenwasser versickert schlechter und es entstehen Hitzeinseln, und früher oder später wächst auch hier wieder Unkraut.

Das Ziel der Stadt Kleve ist es selbst kleine Flächen insektenfreundlicher und klimawandelresistenter zugestaltet. In enger Zusammenarbeit zwischen den Umweltbetrieben der Stadt Kleve, dem beauftragten Gartenbaubetrieb Stauden Peters aus Kranenburg,dem Klimaschutzmanager und dem Fachbereich Planen und Bauen und wurden daher ca. 20 m2 Grünfläche neu gestaltet. Nicht nur werden hier Insekten ihre Nischen finden, sondern der Bedarf der hitzeresistenten Pflanzen an Wasser ist -verglichen mit einer konventionellen Bepflanzung- viel geringer.

„Klimaschutz kann direkt vor der Haustüre stattfinden. Als Stadt Kleve laden wir die Bürgerinnen und Bürger ein zu überlegen, welchen Beitrag auch sie zum Klimaschutz leisten können“ sagte der technische Beigeordnete Jürgen Rauer am Ende der Veranstaltung.

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