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Narrenbrunnen

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Das für Kleve besondere Thema "Narren" wird bei diesem Brunnen zum Gedenken an die über 600-jährige Karnevalstradition aufgegriffen.

"Den eigentlichen Zweck dieser Verbindung (der "geselscap van den gecken") und die Umstände, welche dazu Veranlaßung gegeben, sind unmöglich auszumitteln. Der Inhalt der Urkunde lässt keine andere Tendenz als die des Scherzes und die des Vergnügens vermuten, weil von Streitigkeiten und wechselseitigen Verteidigungen gar keine Erwähnung darin geschieht, wie man es sonst wohl bei anderen Verbindungen zu jener Zeit findet. ...
In Berücksichtigung der Jahreszeit kann man auch glauben, dass das Vergnügen der Jagd diese Gesellschaft beschäftigt habe. Was den Grafen von Cleve bewogen haben mag, diese Verbrüderung einen Narrenverein zu nennen, ist bis jetzt ein unauflösbares Rätsel..." (Petrasch und Brewer 1827)

Die Sympolik

Auf dem historischen Versammlungsplatz der Klever Gecken-Gesellschaft erinnert der Brunnen mit seinen sieben bronzenen, wasserspeienden Köpfen an den einstigen "Kopf" der Gesellschaft, bestehend aus einem König und sechs Ratsleuten. Die einheitliche Säulenhöhe verdeutlicht die Gemeinsamkeit der beteiligten Mitglieder. Dagegen verweisen die unterschiedlich hoch angebrachten Köpfe auf einen möglichen Stand der Mitglieder in der Gesellschaftsordnung.

Die Rechtecke der Steinsegmente beziehen sich symbolisch auf das typische Geckengewand. Die Anordnung der Stelen bildet ein Dreieck und nimmt dadurch die Form des Platzes wieder auf.
Beim Umgehen, bzw. Begehen der Anlage entsteht ein Spiel von Überlagerungen, Verschwinden und Auftauchen der Stelen und Köpfe, was analog zum Karnevalstreiben steht: Verwandeln, Verhüllen, Verstecken."... die sich bildende Geckengesellschaft dem Scheine politischer Absichten unter dem Gewande argloser Ergötzlichkeit entgehen wollte."
(van Spaen, Proeven van Historie en Dudheidkunde).

 

KategorieBrunnen
Anschrift
Narrenbrunnen
Kleiner Markt
47533 Kleve

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