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Rindern

Kirche in RindernDer Ortsteil Rindern, der heute 2689 Einwohner zählt, hatte bereits zur Römerzeit eine gewisse Bedeutung. Davon zeugen zahlreiche archäologische Funde aus dieser Zeit, die man heute teilweise im Museum Forum Arenacum sehen kann. Vielfach wird Rindern mit dem römischen Auxiliarkastell Arenacum identifiziert.

Im Früh- und Hochmittelalter war Rindern erneut bedeutend. Um 721 stand der hl. Willibrord, der angelsächsische 'Apostel der Friesen', der hiesigen Kirche mit einer klosterähnlichen Klerikergemeinschaft vor und später verwalteten die Abtei Echternach (im heutigen Luxemburg), die Abtei Brauweiler (bei Köln) und das Kloster St. Quentin (in Nord-Frankreich) ihre niederrheinischen Besitzungen von diesem Ort aus.

RindernAuch das Stift Xanten war hier reich begütert. Die heutige neogotische Kirche, die 1869-1872 als Ersatz für das mittelalterliche Gebäude errichtet worden ist, befindet sich im noch weitgehend intakten Dorfkern von Rindern. Im südlichen Teil des Ortsteils sind die alten Dorfstrukturen dagegen im 17. Jahrhundert durch die Anlagen des Neuen Tiergartens des kurbrandenburgischen Statthalters Johann Moritz von Nassau-Siegen verwischt worden. In diese Anlagen wurde auch ein Jagdschloss einbezogen, das heutige Katholische Bildungszentrum Wasserburg Rindern.

Die Wohnbebauung Kleves breitete sich bereits im 19. Jahrhundert teilweise auf das Rinderner Grundgebiet aus und im 20. Jahrhundert sind hier große Neubauviertel entstanden. In Rindern verbrachte der später weltberühmte Künstler Joseph Beuys einen Teil seiner Jugend.

 

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