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Radverkehrskonzept Mitgliedschaft in der AGFS

Kleve ist Mitglied in der „Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Kreise und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen“ (AGFS)

Die Stadt Kleve ist das 76. Mitglied der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte in NRW (AGFS NRW). Zur Unterzeichnung der Aufnahmeurkunde durch Landesverkehrsminister Michael Groschek, Christine Fuchs, Vorstand der AGFS NRW und Bürgermeisterin Sonja Northing kam auch die Bundessumweltministerin und gebürtige Kleverin Dr. Barbara Hendricks am Freitag, dem 13.11.2015 ins Kolpinghaus der Stadt.

Überreichung der Schilder an die Bürgermeisterin

von links nach rechts: Christine Fuchs (Vorstand AGFS), Landesverkehrsminister Michael Groschek, Bürgermeisterin Sonja Northing, Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks, Michael Blaess (Pressesprecher AGFS)

Um Mitglied des kommunalen Netzwerks zu werden, mussten Politik und Stadtverwaltung eine zwanzigköpfige Expertenkommission davon überzeugen, dass sie den Fuß- und Radverkehr in besonderer Weise fördern.

„Kleve überzeugt durch ein schlüssiges Gesamtkonzept, das von breiten politischen Beschlüssen zur Nahmobilität getragen wird", so Groschek über das große Engagement der Bewerberin.

Vorfahrt Radfahrer

Es gibt zahlreiche Maßnahmen, die Städte umsetzen können, damit mehr Menschen auf kurzen Distanzen zu Fuß gehen oder mit dem Rad fahren. „Die Stadt Kleve kann eine Menge nahmobilitätsfreundlicher Lösungen vorweisen, wie bevorrechtigte Radverkehrsführungen, zahlreiche Fahrradstraßen, gute Fahrradabstellanlagen oder eine barrierefreie Fußgängerbrücke am Hochschulcampus", zählt Hendricks auf.

Die Mitgliedschaft gilt zunächst für sieben Jahre. „Das Prädikat „fußgänger- und fahrradfreundlich" ist ein Qualitätssiegel. Deshalb werden alle 76 Mitgliedskommunen regelmäßig von einer Kommission bereist. Dabei wird überprüft, welche Fortschritte bei der Infrastruktur, bei Kommunikation und Serviceangeboten für Radfahrer und Fußgänger gemacht wurden.", erklärt Christine Fuchs.

„Von der Mitgliedschaft versprechen wir uns neue Ideen und Anregungen dazu, wie wir Nahmobilität in unserer Stadt konkret umsetzen können. Ich denke, dass insbesondere der Erfahrungsaustausch mit anderen Städten ähnlicher Größe ein großer Mehrwert ist." erklärte die Bürgermeisterin ihre Entscheidung den Aufnahmeantrag zu stellen.

Die AGFS (Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V.) ist seit 1993 aktiv und die älteste Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Nahmobilität in Deutschland.

Der Weg zur Mitgliedschaft in der AGFS

Der Rat der Stadt Kleve hat am 16.10.2013 beschlossen, die Verwaltung zu beauftragen, die Mitgliedschaft in der AGFS zu beantragen. Eine Bewerbung kann auf der ausgezeichneten Grundlage des am 08. Juni 2011 einstimmig durch den Rat der Stadt Kleve beschlossenen Radverkehrskonzeptes, in dem die Grundstrukturen und Handlungsschwerpunkte für die laufende und zukünftige Radverkehrsförderung festgeschrieben wurden, und der bereits offensichtlichen umgesetzten Maßnahmen erfolgen.

Antrag zur Aufnahme

Die Bewerbungsunterlagen mit den zu erfüllenden Aufnahmekriterien (Ziel: „Nahmobilität“, insbesondere Radverkehr, Fußverkehr, Barrierefreiheit, Stadtplanung) wurden am 06.02.2015 der AGFS eingereicht.

Foto Begrüßung Auswahlkommission Begrüßung der Auswahlkommission

Vorbereisung

Die Vorbereisung, in der die Aufnahmechancen bewertet wurden, fand am 20.04.2015 mit Mitgliedern der Auswahlkommission (Herrn London und Herrn Mischer) statt. Die Stadt Kleve wurde als bereisungswürdig beurteilt. Die Hauptbereisung wurde für den Herbst 2015 vorgeschlagen.

Hauptbereisung

Verkündung Aufnahme AGFSEntscheidung über die Aufnahme  durch die ca. 20 köpfige Auswahlkommission der AGFS (Kommission aus Vertretern des Landtages, des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr NRW sowie der Geschäftsführung der AGFS) im Rahmen der Hauptbereisung. Die eingereichten Antragsunterlagen wurden durch die Auswahlkommission des Ministeriums geprüft. Zur Hauptbereisung am 7. September wurden die infrastrukturellen und konzeptionellen Maßnahmen der Nahmobilitätsförderung in Kleve in Form einer Präsentation und einer Rad-/Fußtour aufgezeigt.

Nach Beratung der Auswahlkommission erfolgte im Anschluss die Verkündung der Entscheidung über die Aufnahme in die AGFS.

Aufnahme in die AGFS

Nach der erfolgten Entscheidung über die Aufnahme zur Hauptbereisung am 7. September 2015 hat die AGFS dem NRW-Verkehrsminister Michael Groschek -Ministerium  für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr NRW- empfohlen, die Stadt Kleve für 7 Jahre in die AGFS aufzunehmen.

Die Aufnahme wurde am 13.11.2015 durch die Urkunden- und Schilderübergabe an die Bürgermeisterin Sonja Northing, die die Stadt Kleve als fahrrad- und fußgängerfreundlich ausweisen, offiziell vollzogen.

Mitgliedschaft in der AGFS

Die Mitgliedschaft in der AGFS ist nach den umfangreichen Anstrengungen der letzten Jahre der logische „nächste Schritt“. Die Stadt Kleve möchte sich in der AGFS aktiv am Austausch mit anderen Städten und Gemeinden beteiligen, neue Ideen für eine Weiterentwicklung der eigenen Nahmobilitätsförderung gewinnen und eigene Erfahrungen einbringen. Der eingeschlagene Weg soll durch die Mitgliedschaft in der AGFS weiter gefestigt werden, die AGFS-Mitgliedschaft wird dabei als Unterstützung für die Kommunikation der Ziele und Herausforderungen der Nahmobilitätsförderung gesehen.

Aufnahmekriterien Aufnahme AGFS

Radverkehr

In der Radverkehrsförderung liegt der Schwerpunkt in den nächsten Jahren weiter bei der kontinuierlichen Umsetzung des Radverkehrskonzepts. Auf Grundlage der Maßnahmenempfehlungen aus dem Radverkehrskonzept wurde seit 2011 eine Vielzahl von Infrastrukturmaßnahmen für den Radverkehr umgesetzt.  Neben  Planung und Ausbau von Querungsanlagen werden Strecken bzw. Knotenpunkte unter Beteiligung der Straßenbaulastträger (z.B. Schutzstreifen Ringstraße und ARAS Römerstraße) weiter entwickelt. Die umgesetzten bzw. in der Umsetzungsphase befindlichen Maßnahmen zeigen die Vielfalt der Handlungsmöglichkeiten zur Förderung des Radverkehrs (bspw. Fahrradstraßen, Öffnung von Einbahnstraßen, Schutzstreifen, Fahrradparker, Wegweisung, Aufhebung Benutzungspflicht, Aufgeweiteter Radaufstellstreifen (ARAS), Querungsstellen, Radwegeüberfahrt mit Bevorrechtigung des Radverkehrs).

Foto Bereisung-Fußgängerzone Bereisung Fußgängerzone

Nahmobilität = Lebensqualität

Im Rahmen des Stadtentwicklungskonzepts wird mit dem Leitbild „Qualität vor Quantität“ eine klare Strategie für die zukünftige Entwicklung Kleves skizziert. Nahmobilitätsförderung ist eine Querschnittsaufgabe innerhalb der Stadtentwicklung und findet in Kleve auf allen Ebenen der räumlichen Entwicklung statt. Mit dem AGFS-Antrag wird deutlich, dass die Stadt Kleve „Nahmobilitätsförderung“ als einen zentralen Schlüssel für dieses mehr an (Lebens-) Qualität begreift.

Fußverkehr

Die Stadt Kleve zeigt die mit der Förderung des Fußverkehrs verbundenen Chancen und Potenziale für die Stadt- und Verkehrsplanung durch konzeptionelle und infrastrukturelle Maßnahmen (z.B. Querungen, Fußgängerüberweg, Fußgängerbrücke HSRW, Fußwegeverbindung Hochschule-Innenstadt ) auf.

Barrierefreiheit

Die Aufgabe der barrierefreien Umgestaltung des öffentlichen Raums (Wege, Haltestellen und Gebäude, z.B. Bahnhof, Hochschule-Rhein-Waal, Querungen, barrierefreie Bushaltestellen) wird in Kleve konsequent vorangetrieben. Darüber hinaus erstellt die Stadt Kleve ein Konzept zur Barrierefreiheit in der Klever Innenstadt im Rahmen des Programms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“.

Foto Bereisung-Hochschule Barrierefreie Gestaltung Hochschule

Bewegungsfreundliche Stadt für Kinder

In Kleve wird auf verschiedenen Ebenen und mit konkreten Maßnahmen daran gearbeitet, eine bewegungsfreundliche Stadt für Kinder (z.B. Schulwegsicherung, Fahrradstraßen, Bewegungsräume u. Spielbereiche- Fussball-Minispielfeld) zu sein.

Naherholung & Tourismus

Das Thema „Freizeitstrategien“ als ein Baustein der Nahmobilitätsförderung ist mit den Klever Angeboten zur aktiven Erholung und „bewegenden“ Freizeitgestaltung gelebte Praxis.

Foto Bereisung-Wasserburgallee Bereisung Wasserburgallee-Forstgarten

 

Ansprechpartner

Name Kontakt
van Koeverden, Pascale
Minoritenplatz 1
47533 Kleve
Tel.:0 28 21 / 84 - 322
E-Mail: Pascale.van.Koeverden@Kleve.de

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