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Bürgermeisterin Northing erhält Zuwendungsbescheid für innovatives USK-Projekt

Datum der Meldung: 12.05.2017

Bundesumweltministerium fördert Klimaschutzprojekt der USK-Kläranlage mit 9,8 Mio €

Übergabe ZuwendungsbescheidDie Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Frau Dr. Barbara Hendricks, überreichte der Bürgermeisterin Sonja Northing am Freitag einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 9,8 Mio. €. Hiermit wird das Projekt „Errichtung einer innovativen Thermokompaktanlage in Kleve" auf der Kläranlage der USK bei einer Investitionssumme von mehr als 12 Mio. € von Seiten des Ministeriums mit 80 % gefördert.

Die Förderung erfolgt aus dem Programm des Bundesumweltministeriums „Kommunale Klimaschutz-Modellprojekte“, mit dem im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) kommunale Klimaschutzprojekte mit modellhaftem, investivem Charakter unterstützt werden. Das Ziel dieses Förderprogrammes liegt darin, einen wesentlichen Beitrag zur Minderung jährlicher Treibhausgasemissionen durch Effizienzmaßnahmen in Kommunen und im kommunalen Umfeld zu leisten.

Seit Jahren beschäftigen sich die USK intensiv mit den Möglichkeiten verfahrenstechnischer Optimierungen/Erweiterungen im Bereich der Kläranlage. Eine der Zielsetzungen war dabei eine klimafreundliche Eigenproduktion und -nutzung von elektrischer/thermischer Energie sowie die Sicherung der Klärschlammverwertung.

In diesem Zusammenhang ist nunmehr vorgesehen, eine innovative Kompaktfaulung sowie eine dezentrale Klärschlammverwertung in einem ebenfalls sehr innovativen Verfahren (Pyreg) zu errichten. Weitere Bestandteile dieses Projektes werden die Schlammentwässerung, eine Klärschlammtrocknung sowie ein Blockheizkraftwerk sein.

Durch die beabsichtigte Kompaktfaulung wird ein nutzbarer Energieträger (Faulgas) produziert, der vor Ort in elektrische und thermische Energie umgewandelt wird. Die Eigennutzung der selbst erzeugten elektrischen Energie macht in dieser Größe einen Fremdbezug entbehrlich. Zudem wirkt sich die gesamte Verfahrensumstellung auch auf den grundlegenden Energiebedarf der Kläranlage positiv aus. Es wird davon ausgegangen, dass nach Realisierung knapp die Hälfte des Klärwerks-Energiebedarfes gedeckt werden kann.

Bei der vorgesehenen dezentralen Klärschlammverwertung (Pyreg-Verfahren) verbleibt ein vollständig hygienisiertes, phosphorhaltiges Karbonisat von dem angestrebt wird, dass es als Rohstoff in der Düngemittelproduktion oder unmittelbar als Dünger eingesetzt werden kann, da der im Karbonisat ent­haltene Phosphor eine sehr hohe Pflanzenverfügbarkeit aufweist. Dies trägt künftig dann zu einer Schonung der natürlichen (und knappen) Phosphorreserven bei.Übergabe Zuwendungsbescheid

Die Umsetzung des Projektes „Thermokompaktanlage“ soll einen Beitrag zur CO2-Einsparung und damit zum Klimaschutz im Umfang von rd. 3.620 Tonnen CO2  je Jahr leisten. Darüber hinaus stellt dies eine signifikante Steigerung der Energieeffizienz sowie einen maßgeblichen Beitrag zur Schonung natürlicher Ressourcen dar. Nicht zuletzt wird hiermit langfristig die Wirtschaftlichkeit der Prozesse auf der Kläranlage gewährleistet, mit entsprechend positiven Auswirkungen im Hinblick auf die Abwassergebühren. 

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